Samsung Galaxy Tab im Vergleich mit dem iPad von Apple

Nachdem das Wetab aus Deutschland einen sensationellen Flop hingelegt hat, schickt sich nun Samsung an, dem iPad den Rang abzulaufen. Vorweg: Im Gegensatz zum unrühmlichen Versuch von Neofonie auch recht erfolgreich.

Rein optisch ist das Samsung Galaxy Tab dem iPad gar nicht so unähnlich, es erinnert von der Linienführung her schon fast dem iPhone der 4. Generation. Aluminium wie beim Produkt aus dem Hause Apple kommt nicht zum Einsatz, dafür aber sehr robuste Kunststoffe, es wirkt sehr edel und hochwertig.

Sofort ins Auge fällt die geringere Größe, daß Display mit 16 Millionen Farben misst 7 Zoll (entspricht 17,8cm) und ist damit einiges kleiner als die 25cm des iPad, die Auflösung unterscheidet sich aber weniger: 1024 x 600 Pixel gegen 1024 x 768 Pixel.

Das Samsung Display besticht durch seine hohe Leuchkraft und gute Farbdarstellung, Zooms und das Scrollen verlaufen sehr sanft und ohne Ruckler. Die Baugröße macht sich auch beim Gewicht bemerkbar, mit weniger als 400 Gramm wiegt das Galaxy Tab gerade einmal gut die Hälfte des iPad.

Bei der Ausstattung hat Samsung klar die Nase vorne: Das Galaxy Tab ist auch ein vollwertiges Quadband Handy/Smartphone, besitzt eine Kamera mit Fotolicht und Autofokus auf der Rückseite (3,2 Megapixel, Auflösung 2048 x 1536) und eine etwas geringer auflösende Kamera für Videotelefonie auf der Vorderseite (1,3 Megapixel). Last but not least wird Bluetooth 3.0 statt 2.1 beim iPad unterstützt und man findet einen microSD Slot für Speicherkarten.

Weitere technische Details:

  • Prozessor mit 1 Ghz
  • WLAN nach 802.11 b/g/n Standard mit Thetering
  • 16GB interner Speicher
  • HSDPA, HSUPA, UMTS, EDGE, GPRS, GSM
  • GPS Funktion
  • WAP 2.0
  • SMS und MMS mit T9 Wörterbuch
  • Videotelefonie
  • 4000 mAh Lithium-Ionen Akku
  • Samsung AllShare (DLNA zertifiziert)
  • Adobe Flash, Java, DivX und Xvid Unterstützung

Eines der gewichtigsten Argumente für und gegen das Samsung Galaxy Tab ist das Android 2.2 Betriebssystem von Google. Auch wenn man der aktuellen Version ansieht, daß es nicht extra für Tablet PCs entwickelt wurde und viele Anwendungen im Gegensatz zu den Apps von Apple eher einen bemühten Eindruck machen, hat man volle Flexibilität und kann sein Galaxy Tab beliebig personalisieren ohne auf einen einzigen Anbieter für Softwareanwendungen angewiesen zu sein. Wer Spaß daran hat, sich sein  Tablet an seine individuellen Bedürfnisse anzupassen und den Charme von manchmal wie Betaversionen wirkenden Anwendungen als Herausforderung sieht, liegt bei Samsung genau richtig. Wer ein perfekt funktionierendes System von Hardware, Anwendungen und Inhalten aus einem Guss, dafür mit wenig Flexibilität sucht, greift lieber zum iPad.

Fazit: Das Samsung Galaxy Tab ist wohl der erste echte Konkurrent für das iPad. Technisch sind beide Systeme hervorragend, das Galaxy Tab ist flexibler und bietet mehr Funktionen, ist aber bis zum Erscheinen von Android 3.0 eher etwas für experimentierfreudige und fortgeschrittene Anwender. Bei Amazon kostet das Galaxy Tab momentan 706,99€ 621,99€*, immer hin 12% 21%* weniger als die unverbindliche Preisempfehlung. Zum nächstgünstigsten Anbieter spart man etwa 20€*.

Acer Ferrari One 200 Netbook mit Windows 7

Wem ein Netbook mit Standardausstattung zu langsam ist, wird beim suchen nach mehr Power früher oder später auf das Ferrari One 200 von Acer stoßen. Dieser Artikel bezieht sich auf die Ausstattungsvariante 312G25N, die bei Amazon gerade mit 499€* im Angebot ist, man spart etwa 50€* im Vergleich zum nächstteureren Anbieter. Wie es sich für ein richtiges Lizenzprodukt gehört, ist der Deckel im klassischen Ferrari rot, mit mittigem „Cavallino rampante“ Logo, gehalten. Der Rest des Gehäuses ist schwarz und erinnert von der Oberfläche her an Carbon. Nicht nur für Formel 1 Fans ein echter Blickfang.

Auch bei der Verarbeitung sieht man, daß an die Ferrari Netbooks und Notebooks besonders hohe Qualitätsanforderungen gestellt werden. Kein Quitschen oder Knarzen, perfekte Verarbeitung auch im Detail. Besonders erwähnenwert sind noch die metallischen, rot unterleuchteten LED Tasten.

Unter der Haube schlummert ein AMD Athlon 64 X2 L310 Conesus mit 1.2GHz Prozessortakt (Achtung, fehlerhaft angegeben bei Amazon mit 1,3GHz), der den etwas schneller getakteten N450 von Intel aber dank zweier Kerne z.B. beim 3D Mark 06 oder Cinebench R10 Leistungstest um Längen schlägt.

Sonstige technische Details laut Hersteller:

  • 2GB DDR2 Hauptspeicher
  • ATI Radeon HD3200 Grafikchip
  • Glare Type LCD Display mit 1366×768 Pixeln Auflösung und LED Hintergrundbeleuchtung
  • leise 250GB SATA Festplatte
  • WLAN nach 802.11b/g/n Standard
  • 3x USB und 1x RJ-45 LAN Anschlüsse
  • 5-in-1 Kartenleser
  • 0,3 Megapixel Webcam
  • Windows 7 Home Premium 64Bit vorinstalliert

Die Laufzeit des 6 Zellen Akkus liegt bei guten 4 Stunden, Videofreunde wird freuen, daß sich diese Zeit dank des HD3200 Grafikchips auch beim Filme ansehen nur geringfügig verkürzt.

Einzige Kritikpunkte sind das spiegelnde Display, das zwar für eine besonders brilliante Bilddarstellung sorgt, aber bei Sonneneintrahlung nur schwer lesbar ist, sowie die leistungsbedingt etwas magere Akkulaufzeit.

Fazit: Das Acer Ferrari One 200 ist ein Premium Netbook mit extrem schicker Optik, dessen Leistung weit über der eines Standard Netbooks liegt. Für noch mehr Power gibt es die Ausstattungsvariante 314G50N, mit 4GB Hauptspeicher, 500GB Festplatte und zusätzlichem Bluetooth, die knapp 100€* teurer ist.

WeTab 3G 32GB mit UMTS, GPS und WiFi

Tablet-PCs sind ein sehr profitabler Markt, kein Wunder also, daß auch andere Anbieter Konkurrenzprodukte zum Apple iPad auf den Markt bringen bzw. bringen wollen. Der deutsche Hersteller Neofonie geht nun Anfang September, nach einigen Verzögerungen und Verschiebung des ursprünglich im März geplanten Releases, mit dem WeTab 3G an den Start.

Preislich liegt das deutsche Gerät ein gutes Stück unter dem iPad, bietet aber im Vergleich zu Apples Tablet-PC einige interessante neue Features: Linux Basis, Flash Unterstützung, echtes Mutitasking, die Möglichkeit Open Source Software wie etwa Open Office zu nutzen. Zusätzlich ist es mit einem USB Port z.B. für DVD-Laufwerk, Drucker oder Speicherstick, SD/SDHC-Kartenleser und HDMI-Schnittstelle wesentlich anschlußfreudiger als das Produkt aus dem Hause Apple.

Die technischen Details laut Hersteller:

  • 11,6 Zoll (entspricht knapp 30cm) Multitouch-Breitbildschirm mit 1366×768 Pixeln Auslösung, also 16:9 Format, wichtig z.B. für verzerrungsfreie HD Videos
  • Intel Atom N450 Pineview-M Prozessor mit 1,66 GHz
  • 32GB Flash Speicher, erweiterbar über SDHC-Karten
  • 1GB RAM
  • 3G-Modul für UMTS/HSDPA/GSM/EDGE (bis zu 7,2 MBit/Sek) ohne SIM-Lock
  • GPS System integriert
  • WLAN nach 802.11 a/b/g/n Standard
  • Bluetooth 2.1+EDR
  • 2x USB, 1x HDMI Anschlüsse
  • SD/SDHC Kartenleser
  • 1.3 Megapixel Webcam
  • Ambient-Light-Sensor, Beschleunigungssensor, Stereolautsprecher

Der größere Bildschirm und der schnellere Prozessor machen sich im Gegensatz zum iPad in der Akkulaufzeit bemerkbar, schafft dieses 10-11 Stunden, hält der Akku des WeTab 3G nur ca. 6 Stunden im Schnitt, immer noch ein anständiger Wert.

Fazit: Das WeTab 3G 32GB ist sicherlich technische gesehen eine gute und günstige Alternative zum iPad, was Design und Image angeht, kann es natürlich nicht ganz mithalten. Dank einer offen gestalteten Plattform, Multitaking, Flash und den vielen Anschlussmöglichkeiten für mich aber dem iPad überlegen.

Der Preis bei Erscheinen im September wurde mit 569€* festgelegt, wegen der zu erwartenden Lieferengpässe würde ich eine Vorbestellung dringend empfehlen. Als einzig echter iPad Konkurrent dürfte die Nachfrage erheblich sein.

Apple iPad WiFi + 3G 64GB sofort lieferbar

Nachdem es bei der 16GB Variante immer noch Lieferprobleme gibt, gibt es jetzt endlich mal eine erfreuliche Nachricht: Das Apple iPad WiFi + 3G 64GB, sozusagen die Luxusversion des iPad, ist jetzt bei Amazon verfügbar und kann sofort geliefert werden.

Der Funktionsumfang ist der gleiche wie beim Apple iPad Wifi 16GB, allerdings erweitert um die 3G Funktion, die es erlaubt auch abseits von Wlan Hotspots per UMTS im Internet zu surfen, außerdem eine integrierte 64GB SSD Festplatte, die natürlich wesentlich mehr Daten, Videos und Bilder fasst als die 16GB Version.

Die technischen Details laut Apple:

  • 9,7 Zoll (entspricht knapp 25cm) hochglanz Touchscreen mit LED Hintergrundbeleuchtung
  • Apple A4 Prozessor mit 1.0 GHz
  • 64GB Solid State Disc Festplatte
  • 3G-Modul für UMTS/HSDPA/GSM/EDGE (bis zu 7,2 MBit/Sek) ohne SIM-Lock
  • WLAN nach 802.11 a/b/g/n Standard
  • Bluetooth 2.1
  • Anschlüsse für Kopfhörer, Audioeingang, Audioausgang und Docking Station
  • Lautsprecher integriert

Die Akkulaufzeit kommt auf beachtliche 10-11 Stunden je nach Nutzung. Wer das iPad auch mit einer Telefonfunktion austatten möchte, kann dies z.B. über Voice over IP (VoIP) Dienste wie Skype oder Sipgate, denn die UMTS Funktionalität per se erlaubt zwar Surfen aber kein Telefonieren.

Der Wechsel zwischen WiFi und UMTS funktioniert nahtlos, so daß man immer über die jeweils schnellste Zugangsvariante surft. Vorsicht: Die schnelle UMTS Variante HSDPA ist nicht überall verfügbar, die Rückfalloption über GSM/EDGE ist extrem langsam und eher mit einem alten Modem vergleichbar. Vor dem Kauf sollte man sich also unbedingt über die Netzabdeckung des Anbieters den man im Auge hat informieren. Ansonsten ist das Vorgehen denkbar einfach: Micro-SIM mit Datentarif rein und los gehts. Passende Tarife gibt es momentan von O2, Vodafone und T-Mobile.

Fazit: Das Apple iPad WiFi + 3G 64GB ist das Flagschiff aller iPads, der günstigste Neupreis liegt zur Zeit bei 897€ 858€ 829€ 499€*, einige wenige Exemplare gibt es auch gebraucht günstiger. Ein Schnäppchen ist das nicht gerade, bedenkt man aber, daß Deutschlandweit massive Lieferengpässe bestehen und einige Händler weit mehr für ein sofort verfügbares iPad in Rechnung stellen, ist der Preis zumindest fair. Leider entscheiden wie immer Angebot und Nachfrage, ein Schelm wer das für gezielte Marketingpolitik von Apple hält.

Ein großer Vorteil ist dasAttribut „SIM-Lock frei“ so bekommt man zwar keine Subventionierung wie etwa beim iPad Bundle von Digon, kann dafür aber den Anbieter selbst wählen und den günstigsten Datentarif selbst buchen.

Das Apple iPad WiFi + 3G 64GB belegt zur Zeit bei Amazon Platz 1 der Topseller bei den Tablet PCs, wer sich eines zulegen will sollte schnell zugreifen, denn wie lange dieses Angebot noch existiert steht in den Sternen. Wer eine schön Tasche dafür sucht, greift zur Freiwild Sleeve aus Filz.

Lenovo IdeaPad S10-2 Netbook mit Windows XP

Nachdem jetzt von fast allen Herstellern die Netbooks der neuen Generation mit N450 Prozessor verfügbar sind, purzeln die Preise für die Vorgängermodelle. Zuerst wurde der Preis für das Samsung N130 gesenkt, jetzt zieht Amazon nochmals nach und bietet jetzt das Lenovo IdeaPad S10-2 als Angebot der Woche für sagenhafte 219€* an. Zusätzlich gibts direkt an der Kasse noch einmal 5% Sofortrabatt, also 10,95€*. Macht unter dem Strich 208,05€*.

Grund genug das Netbook etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Optisch wirkt es edel, schwarze Lackoptik mit einigen silbernen Elementen (Scharnier, Schriftzug). Bei der Verarbeitung wurde nicht gespart, das S10-2 fühlt sich wertig an, keine unerwünschten Geräusche wie Knarzen beim Öffnen.

Mit einem Gewicht von 1,3kg und einer Dicke von nur 1,8cm ist es ein echtes Leichtgewicht, schmal noch dazu. Kein Hybrid, sondern ein klassisches Netbook im besten Sinne.

Die Ausstattung laut Hersteller entspricht dem Standard:

  • Intel Atom N270 Prozessor mit 1,6GHz
  • 1GB RAM
  • 160GB Festplatte
  • Intel GMA 950 Grafikchip
  • Wlan nach 802.11b/g Standard
  • 1,3 Megapixel Webcam
  • 3x USB 2.0 und 1x RJ-45 LAN Anschlüsse
  • 4-in-1 Kartenleser
  • Bluetooth
  • 2 Stereo-Lautsprecher
  • integriertes Mikrofon

Der einzige zu diesem Preis zu verschmerzende Nachteil des IdeaPad S10-2 ist das zwar angenehm helle aber spiegelnde WSVGA Display, das Netbook untypisch auch nur eine Auflösung von 1024 x 576 Pixeln hat, nach unten also ziemlich schmal ist. Dafür wird man mit Bluetooth und einem Kartenleser entschädigt, die man in Geräten der ersten Generation sonst kaum findet.

Dank Windows XP Home läuft das S10-2 recht flott, wirklich genial ist die Quick Start Funktion von Lenovo, die das Netbook in wenigen Sekunden booten läßt. Feine Sache, wenn man mal ohne Betriebssystem auf Musik o.ä. zugreifen will.

Fazit: Das Lenovo IdeaPad S10-2 ist ein solides und preiswertes Netbook, wer nicht unbedingt immer das neuste Gerät haben muß, bekommt hier wirklich etwas für sein Geld geboten. Alles drin, alles dran, am besten jetzt zuschlagen. Ob der Preis lange bei nur knapp über 200€ bleibt, wage ich mal zu bezweifeln. Ein billigerer Preis ließ sich auch nicht im Internet finden.